Dorfkino
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Sehr gut besuchter Filmabend in Ippinghausen
Großes Interesse mit über 100 Besucherinnen und Besuchern fand der Filmabend mit historischen Aufnahmen aus dem Dorfleben. Manchmal tut ein Blick zurück einfach gut – in eine Zeit, in der Festumzüge noch ganz selbstverständlich durchs Dorf zogen: ohne Absperrungen, Sicherheitskonzepte oder mobile Betonkunstwerke gegen alles, was theoretisch passieren könnte. Wenn am Pfingstdienstag die neuen Stelleninhaber vorgestellt wurden, setzte sich der Umzug mit Blasmusik in Bewegung und hörte gefühlt erst wieder auf, wenn niemand mehr durstig war. Drei Stunden waren dabei keine Seltenheit. Und das ganze Dorf war auf den Beinen. Nicht per Livestream, sondern live. Weniger geregelt, weniger geplant – und irgendwie mehr Fest. Schön war’s.
Das Programm bot eine kurzweilige Zeitreise durch die Dorfgeschichte. Gezeigt wurden alte Dorfaufnahmen aus den 1960er-Jahren, Filme über Schützen- und Straßenfeste als Herzstück des Dorflebens, ein sportlicher Ausflug zum Skiclub Willingen sowie ein humorvoller Rückblick auf den Karneval – von Maskenbällen bis zum Männerballett. Mit der Filmauswahl traf Manfred Homburg, der auch die Technik souverän im Griff hatte, genau den Nerv des Publikums. Der Wunsch nach einer Wiederholung im kommenden Jahr war vielfach zu hören.
Der Eintritt war frei, dennoch kamen rund 800 Euro an Spenden zusammen. Der Erlös ist zweckgebunden für die Erneuerung der Kühltechnik im Bürgerladen vorgesehen.
Unterm Strich ziehen die Veranstalter ein durchweg positives Fazit: Der Filmabend sei eine gelungene Veranstaltung gewesen, um Erinnerungen an das frühere Dorfleben wachzuhalten und zugleich die Dorfgemeinschaft zu stärken, so Fred Bertelmann und Julia Amrhein, die die Spenden auszählten.
Konrad Kessler hatte sichtlich Spaß an den Filmen
Alle erlebten vergnügliche Momente mit den alten Filmen